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Jugendübung - ,,Wilde Kinzig 2019‘‘

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Großübung von sieben THW-Jugendgruppen im THW Regionalbereich Gelnhausen

Gelnhausen (pd).Andauernde Regenfälle und Unwetter haben im Main-Kinzig-Kreis zu massiven Pegelanstiegen und Sturzfluten geführt. Zwar konnten die Wassermassen teilweise abfließen, jedoch hinterließen sie eine Spur der Verwüstung. Noch immer werden Personen vermisst, noch immer gilt es Sturmschäden zu beseitigen und noch immer sind die Pegelstände der Kinzig zu hoch. Das Technische Hilfswerk im Regionalbereich Gelnhausen wurde zur Unterstützung der Einsatzkräfte vor Ort angefordert. Die örtlichen Einsatzkräfte und Behörden werden der enormen Einsatzlage ohne fremde Hilfe nicht mehr Herr. Der Landrat hat für die gesamte Region den Katastrophenfall ausgerufen.

So lautete die Lageeinweisung für die 60 Teilnehmer durch den Bezirksjugendleiter Paul Drexler am Morgen der Übung. Gastgeber der großangelegten und seit circa einem halben Jahr geplanten Aktion war der THW Ortsverband Steinau a. d. Straße. Aus den 7 osthessischen THW Ortsverbänden Steinau, Erlensee, Fulda, Wächtersbach, Hünfeld, Neuhof und Alsfeld kamen die Jugendlichen zwischen 10 und 18 Jahren zusammen, um gemeinsam zu üben und untereinander Kontakte zu knüpfen. An insgesamt 5 verschiedenen Einsatzstellen im gesamten Stadtgebiet von Steinau durften die THW-Junghelfer ihr Können unter Beweis stellen. So mussten mehrere vermisste Personen in Gebäuden, Waldstücken und in einem verzweigten Tunnelsystem gefunden, betreut und anschließend gerettet werden. Ebenso bestand eine Aufgabe darin, eine zerstörte Brücke mittels eines Gerüstsystems zu ersetzen und somit einen Graben wieder passierbar zu machen. Im Bereich des Flusses Kinzig und des Kinzigstausee wurden eifrig Maßnahmen zum Hochwasserschutz ergriffen, hierzu zählte auch der Aufbau mehrerer Pumpstrecken. Eingeteilt in gemischte Gruppen funktionierte die Zusammenarbeit unter den Jugendlichen hervorragend.

Neben der Stärkung des Gemeinschaftsgefühls unter den Jugendlichen aus den verschiedensten Orten Osthessens dienen solche Übungen auch der Vorbereitung auf den späteren aktiven Dienst in den Einsatzabteilungen des technischen Hilfswerkes. Dass sie dieser Aufgabe später einmal gewachsen sein werden bewiesen die Teilnehmer der Übung mehr als deutlich. Das Organisationsteam, bestehend aus der Bezirksjugendleitung, der THW Regionalstelle Gelnhausen und einem 5-köpfigen Planungsteam zeigte sich sehr zufrieden mit dem Verlauf der Jugendaktion. Mit der Übung ,,Wilde Kinzig 2019‘‘ wurde ein weiterer Grundstein für Aktionen in den kommenden Jahren gelegt und somit stehen die Zeichen für eine Fortsetzung gut.

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Das Technische Hilfswerk (THW) ist die ehrenamtliche Einsatzorganisation des Bundes. Das Engagement der bundesweit rund 80.000 Freiwilligen, davon die Hälfte Einsatzkräfte, ist die Grundlage für die Arbeit des THW im Bevölkerungsschutz. Mit seinem Fachwissen und den vielfältigen Erfahrungen ist das THW gefragter Unterstützer für Feuerwehr, Polizei, Hilfsorganisationen und andere. Das THW wird zudem im Auftrag der Bundesregierung weltweit eingesetzt. Dazu gehören unter anderem technische und logistische Hilfeleistungen im Rahmen des Katastrophenschutzverfahrens der Europäischen Union sowie im Auftrag von UN-Organisationen.

Seminarwochenende in Limburg

Zum ersten Seminarwochenende des Jahres 2019 trafen sich 56 Junghelfer(innen) und Betreuer(innen) aus 13 hessischen Ortsverbänden vom 22. bis 24. Februar bei strahlend schönem Wetter in Limburg an der Lahn.

Die Kameraden vom OV Limburg hatten dankenswerterweise ihre schöne, geräumige Unterkunft für den Workshop „Palettenmöbel bauen“ zur Verfügung gestellt. So entstanden unter der Leitung von Marcus Heinz und Martin Münd vom OV Rüsselsheim aus Europaletten und Schalbrettern binnen eineinhalb Tagen ein Dutzend Sessel und Zweisitzer-Sofas sowie etliche Palettentische inklusive passender Schubladen. Das Pensum dieses Workshops war ehrgeizig und so wurde buchstäblich bis zur letzten Minute am Sonntag noch gebohrt, gesägt, geschraubt und geschliffen, damit die stolzen Erbauer ihre Werke fertig mit nach Hause nehmen konnten. Die allerletzten Feinarbeiten, wie das Lackieren der Möbel, blieben natürlich noch als „Hausaufgaben“ übrig, die dann daheim in den Jugendgruppen erledigt werden können.

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